Businessplan: Aufbau und Vorlage für die Schweiz
Die sechs Kapitel, die Banken und das RAV erwarten — als Vorlage zum Übernehmen. Mit den drei Fehlern, an denen Schweizer Finanzpläne am häufigsten scheitern.
Ein Businessplan beantwortet drei Fragen: Was verkaufen Sie, an wen, und woher kommt das Geld, bis es sich trägt? Banken und Investoren lesen selten mehr als 20 Seiten — Klarheit schlägt Länge. Die Struktur unten können Sie direkt als Vorlage übernehmen.
Der Aufbau — diese Vorlage hat sich durchgesetzt
- 1. Zusammenfassung (1 Seite): Geschäftsidee, Zielgruppe, Finanzierungsbedarf. Wird zuerst gelesen, zuletzt geschrieben.
- 2. Geschäftsmodell: Produkt oder Dienstleistung, Preis, Vertriebsweg. Was genau bezahlt der Kunde?
- 3. Markt und Konkurrenz: Wie viele potenzielle Kunden gibt es, wer bedient sie heute, warum wechseln sie zu Ihnen?
- 4. Team und Rechtsform: Wer macht was, und als Einzelfirma, GmbH oder AG? Die Rechtsformwahl gehört begründet.
- 5. Finanzplan (3 Jahre): Umsatz, Kosten, Liquidität pro Monat im ersten Jahr. Hier scheitern die meisten Pläne an zu optimistischen Zahlen.
- 6. Risiken: Die zwei, drei realistischen Gefahren und Ihre Antwort darauf. Wer Risiken verschweigt, wirkt unvorbereitet.
Die häufigsten Fehler
Umsätze ohne Herleitung («1 % vom Marktvolumen»), fehlende Lohnkosten für die Gründer selbst, und Liquiditätslücken im zweiten Halbjahr, wenn das Startkapital aufgebraucht ist und die Kunden noch zögerlich zahlen. Rechnen Sie den schlechten Fall durch, nicht nur den erhofften.
Was Schweizer Banken sehen wollen
Eigenmittel von 20 bis 30 Prozent, einen Finanzplan mit Monatsauflösung im ersten Jahr und einen Plan B, wenn der Umsatz später kommt. Für die GmbH-Gründung verlangt der Notar keinen Businessplan — die Bank für den Kredit und das RAV für die Gründungsförderung dagegen schon.
Der Businessplan ist ein Arbeitsdokument, kein Pflichtformular: Es gibt keine amtliche Vorlage. Die Struktur oben deckt ab, was Banken, Bürgschaftsgenossenschaften und das RAV in der Schweiz erwarten.
Von der Rechtsformwahl bis zum Handelsregistereintrag — die Gründungsschritte im Überblick.
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