Offerte erstellen: Angebot als PDF mit Vorlage
So schreiben Firmen eine saubere Offerte: Empfänger, Positionen, Fristen, Mehrwertsteuer, PDF-Download und in der Schweiz der Schritt zur QR-Rechnung.

Eine Offerte ist oft der Moment, in dem aus einem Gespräch ein konkreter Auftrag werden kann. Der Kunde will wissen, welche Leistung angeboten wird, was sie kostet und bis wann das Angebot gilt. Genau deshalb sollte eine Offerte nicht wie eine lose E-Mail wirken. Sie braucht klare Positionen, saubere Kontaktdaten, ein Datum, eine Nummer und Bedingungen, die zum Auftrag passen.
Der Offerten-Generator von FIRMEN.directory ist für Firmen gedacht, die aus ihrem Profil heraus ein Angebot als PDF erstellen möchten. In der Schweiz wird meist von einer Offerte gesprochen, in Deutschland und Österreich eher von einem Angebot. Gemeint ist in diesem Beitrag derselbe Vorgang: Sie schreiben ein Angebot für einen Kunden und laden es als PDF herunter.
Offerte erstellen: was vor dem PDF klar sein muss
Bevor Sie eine Offerte erstellen, sollte der Leistungsumfang feststehen. Der schönste PDF-Kopf hilft wenig, wenn die Positionen ungenau sind. Schreiben Sie deshalb nicht nur "Beratung" oder "Montage", sondern beschreiben Sie kurz, was enthalten ist. Bei Pauschalen sollte klar sein, worauf sich der Preis bezieht. Bei Stunden, Tagen oder Stückzahlen braucht der Kunde eine Menge und einen Einzelpreis.
Auch die Gültigkeit der Offerte gehört in diesen Schritt. Viele Firmen setzen eine Frist, weil Materialpreise, Termine oder Kapazitäten nicht unbegrenzt gelten. Im Generator können Sie ein Gültigkeitsdatum erfassen. Das ersetzt keine eigene Vertragsprüfung, hilft aber dabei, die wichtigsten Eckdaten nicht in einer Mail zu verlieren.
Für wen der Generator gedacht ist
Die Funktion steht im Dashboard für eigene Firmeneinträge mit Premium- oder Elite-Plan zur Verfügung. Unterstützt werden Einträge in der Schweiz, Deutschland und Österreich. Sie müssen mit dem Nutzerkonto angemeldet sein, dem der Eintrag gehört. Damit bleibt die Offerte an die Firma gebunden, für die sie erstellt wird.
Wenn kein passender Eintrag vorhanden ist, erscheint im Dashboard kein Formular zum Erstellen der Offerte. Der PDF-Beleg soll aus einem echten Firmenprofil heraus entstehen.
Kundendaten und AVV
Beim Erstellen einer Offerte werden Kundendaten verarbeitet. Dazu gehören Name, Adresse, Ort, Land und je nach Eingabe weitere Angaben, die später im PDF erscheinen. Vor der Nutzung ist deshalb eine Auftragsverarbeitungsvereinbarung nötig. Sie bestätigen diese einmal im Dashboard, bevor Sie mit dem Formular arbeiten.
Das Formular kann Kundendaten für spätere Offerten und Rechnungen speichern. Prüfen Sie vor dem Speichern, ob der Name und die Anschrift korrekt sind. Fehler in der Kundenadresse wandern sonst in spätere Dokumente.
Positionen, Mengen und Mehrwertsteuer
Eine Offerte besteht aus einzelnen Positionen. Jede Position hat eine Beschreibung, eine Menge, eine Einheit, einen Einzelpreis und einen Steuersatz. Das Formular bietet typische Einheiten wie Stück, Stunde, Tag, Pauschalbetrag oder Kilometer an. Sie können damit Dienstleistungen, Arbeiten vor Ort, Lieferungen oder einfache Projektpauschalen abbilden.
Netto, Steuerbetrag und Brutto werden aus den Positionen berechnet. Die Berechnung findet nicht nur im Browser statt; beim Speichern prüft der Server die Beträge erneut. Trotzdem bleibt die steuerliche Verantwortung bei der Firma. Der Generator ist kein Steuerberater und keine Buchhaltung. Prüfen Sie den Mehrwertsteuersatz, Ihre Steuerpflicht und Sonderfälle wie Kleinunternehmerregelung oder steuerbefreite Leistungen selbst.
Nummer, Datum und Gültigkeit
Eine Offerte sollte eindeutig auffindbar sein. Der Generator schlägt eine nächste Offertennummer vor, Sie können diese Nummer aber anpassen. Daneben gibt es ein Offertendatum und ein optionales Gültigkeitsdatum. So lässt sich später leichter nachvollziehen, welche Version an welchen Kunden geschickt wurde.
Bei wiederkehrenden Aufträgen lohnt sich ein ruhiges Nummernschema. Verwenden Sie zum Beispiel Jahr und laufende Nummer, statt bei jeder Offerte ein neues Muster zu erfinden. Das macht die Suche in der Historie einfacher und hilft, wenn ein Kunde nach mehreren Monaten auf ein altes Angebot zurückkommt.
Texte für Einleitung, Abschluss und Bedingungen
Neben den Positionen können Sie eine Einleitung, einen Abschlusstext und Bedingungen erfassen. Diese Felder sind für Dinge gedacht, die nicht sauber in eine einzelne Preisposition passen: Zahlungsziel, Lieferhinweis, Terminvorbehalt, Umfang der Leistung oder ein kurzer Dank an den Kunden.
Halten Sie diese Texte knapp. Eine Offerte ist kein Werbetext. Der Kunde soll erkennen, was angeboten wird, was es kostet und welche Annahmen gelten. Wenn besondere Bedingungen wichtig sind, gehören sie in klaren Sätzen in das Dokument. Bei rechtlich heiklen Verträgen sollten eigene AGB oder juristisch geprüfte Bedingungen verwendet werden.
PDF mit Firmenangaben
Aus den eingegebenen Daten erstellt FIRMEN.directory ein PDF. Der Kopf des Dokuments nutzt Angaben aus dem Firmenprofil. Wenn ein Logo und passende Profildaten vorhanden sind, können diese im Dokument erscheinen. Telefon, E-Mail und Website lassen sich für die Dokumentausgabe steuern, damit nicht jede interne Angabe automatisch auf dem PDF landet.
Das PDF ist für den Versand an Kunden gedacht. Es ersetzt keine Signaturprüfung, kein Archivsystem und keine vollständige Buchhaltung. Laden Sie die Datei herunter, prüfen Sie sie und legen Sie sie so ab, wie es zu Ihren internen Abläufen passt.
Offerten wiederfinden
Gespeicherte Offerten erscheinen in der Historie des jeweiligen Eintrags. Dort sehen Sie Nummer, Datum, Kunde, Betrag, Währung und Status. Das PDF kann erneut heruntergeladen werden. Wenn eine Offerte falsch angelegt wurde oder nicht mehr gebraucht wird, kann sie gelöscht werden.
Die Historie ist vor allem dann nützlich, wenn mehrere Anfragen parallel laufen. Sie müssen nicht in alten Downloads suchen, nur um eine Nummer oder einen Betrag zu prüfen. Trotzdem sollte die eigene Ablage nicht vergessen werden, besonders wenn Angebote Teil Ihrer Buchhaltung oder Projektakten sind.
Schweiz: aus der Offerte eine QR-Rechnung machen
Für Schweizer Einträge mit CHF kann eine Offerte in eine QR-Rechnung umgewandelt werden. Dabei werden Kunde, Positionen und Beträge aus der Offerte übernommen. Die Rechnung ist danach ein eigener Datensatz. Wenn die Offerte später gelöscht wird, bleibt die daraus erzeugte Rechnung als eigener Beleg bestehen.
Diese Umwandlung ist für die Schweiz gedacht. Für Deutschland und Österreich erstellt der Generator Angebote als PDF, aber keine Schweizer QR-Rechnung. Wer zuerst mehr zur Rechnung mit QR-Zahlteil lesen möchte, findet die Grundlagen im Beitrag QR-Rechnung erstellen.
Grenzen der Vorlage
Eine Vorlage nimmt Ihnen die Strukturarbeit ab, aber nicht die fachliche Prüfung. Sie müssen entscheiden, ob Preise, Rabatte, Steuersätze, Lieferumfang und Bedingungen stimmen. Ob ein Angebot rechtlich bindend sein kann, hängt vom Inhalt und vom anwendbaren Recht ab.
Für komplexe Projekte, Bauleistungen, Rechtsberatung, medizinische Leistungen oder andere regulierte Bereiche sollten Sie die Offerte mit den eigenen Fachunterlagen abgleichen. Das gilt besonders bei Haftung, Gewährleistung, Teilzahlungen oder langen Laufzeiten.
Prüfen vor dem Versand
Vor dem Versand lohnt sich ein kurzer letzter Blick: Ist der Kunde richtig geschrieben? Stimmen Adresse und Land? Sind alle Positionen verständlich? Passt die Währung zum Land des Eintrags? Ist die Offerte lange genug gültig? Sind Bedingungen und Zahlungsziel klar? Wenn Sie diese Punkte prüfen, wirkt das PDF nicht nur ordentlicher. Es verringert auch Rückfragen, weil der Kunde die wichtigsten Antworten direkt im Dokument findet.


